Begriffe der unterbewussten Sprache

Dein Einblick in die polare Sprache des Unterbewussten

Warum Begriffserklärungen?

Hier stellen wir jeden Monat ein Wort aus der unterbewussten Sprache vor. Diese Wörter sind dem polaren Denken, dem Jetzt und der Gegenwart zugeordnet und deren Inhalt ist meist unvertraut und neu.

Ein Beispiel: Freude im gewohnten, logischen Denken ist definiert mit einer lebhaften Emotion, begleitet von einem Gefühl der Erfüllung, das der Mensch erlebt, wenn z.B. seine Wünsche und Bedürfnisse erfüllt werden usw.
Freude in der unterbewussten, polaren Sprache hingegen entsteht, wenn der Mensch etwas auf eine neue Art macht (Veränderung) und diese Art bewusst erlebt, so dass eine neue Erfahrung entsteht. Diese Erfahrung kann sowohl angenehm als auch unangenehm sein (keine Wertung). Dass es eine neue Erfahrung ist, entspricht dem Begriff der Freude im Unterbewussten.

Um die Bedeutung der unterbewussten Sprache zu erfassen, erklären wir hier regelmässig Begriffe. Deren Inhalt hilft für das Verständnis dieser Gefühls- oder Prozessprache, welche sich deutlich von der bewussten Sprache unterscheidet.

Begriffe der Grundbedürfnisse des Menschen

Den Anfang der Begriffserklärungen machen die Grundbedürfnisse des Menschen. In unserer Umgangssprache verstehenen wir darunter in erster Linie Bedürfnisse wie Atmen, Essen und Trinken, Ruhe, Bewegung, Beziehungen, Schutz bis hin zur Sexualität usw. Betrachten wir die Bedürfnisse aus Sicht der Emotionalen Evolution, dann sprechen wir von Bedürfnissen der energetischen Art.
Erfahre in den folgenden Erläuterungen mehr über diese elementaren Bestandteile des Menschen, welche ihn in sein eigenes Wachstum führen.

Die Namen, welche wir der inneren Ordnung alle geben, sind vielfältig. Häufige Ausdrücke in unserer Gesellschaft sind Seele, Intuition, Chi, Bauch-Hirn, Spiritualität etc., also verschiedene Begriffe mit unterschiedlichen Ansätzen. Und doch ist die innere Ordnung etwas ganz Klares. Sie ist wie das Wasser des Meeres, enthält das Salz des Lebens und ist unendlich gross. Die innere Ordnung ist das Fundament für jeden Menschen, seine Energie. Des Menschen ganzes Verhalten ist in der inneren Ordnung begründet. Die innere Ordnung ist die Basis einer jeden Handlung, auch eines jeden Impulses und noch viel mehr auch eines jeden Gedankens. Alles entspringt aus der inneren Ordnung des Menschen.

Die eigene innere Ordnung beginnt bei der Verschmelzung einer Samenzelle mit einer Eizelle. Halb Mutter, halb Vater als Basis des Menschen. Zwei Helixe verschmelzen zur Doppelhelix, in der die ganze Kraft als Energie der Gattung Mensch steckt und sich zu etwas Neuem vereint.
Jeder Mensch hat diese innere Ordnung zur eigenen Verfügung. Ich kann mein ganzes Verhalten verändern und mich damit entwickeln und entfalten. Was ich aus meiner Vergangenheit während meiner ganzen Lebzeit löse, wird mir selber und meinen Nachkommen eine Hilfe sein, um uns unserem eigenen Wachstum noch mehr zu widmen.
Energie kann nie sterben oder verschwinden. Sie kann sich nur verwandeln. Diese Verwandlung wird jeder Mensch am Ende seiner körperlichen Lebenszeit auch tun. Was da wirklich geschieht, ist unseren Kenntnissen noch verborgen.

Die innere Ordnung ist noch viel mehr: Sie ist das Ein und Alles für den Menschen. Der ganze Charakter und das Verhalten des Menschen beziehen sich auf diese innere Ordnung. Und dass wir alles für jede Veränderung in unseren Händen haben, mag das i-Tüpfchen sein, denn jeder Mensch wird sich aus seiner Ordnung heraus weiterverwickeln oder weiterentwickeln und  weiterentfalten.

Alles des Menschen ruht als Grundlage in seiner inneren Ordnung.

Wir alle können uns entspannen, wenn wir die Sicherheit haben, die eigene innere Ordnung als unsere Basis zu kennen und auf diese zu vertrauen. Die innere Ordnung zeigt an, wo der Mensch im Moment steht und was seine Grundlage für sein Verhalten ist. Gerade durch die Haltung des Menschen und durch sein Befinden ist die innere Ordnung transparent. Das wiederum ist die beste Voraussetzung, seine eigenen Muster zu erkennen und zu verändern.

Die innere Ordnung ist unser eigenes Kapital für das ganze Leben. Sich daran zu orientieren und daraus zu schöpfen ist in jeder Situation ein Geschenk des Alltags. Sowohl alle grossen wie auch alle feinen, subtilen Wachstumsschritte tragen dazu bei, dass mein Leben eine Vielfalt erhält, welche in jeder Minute mein eigenes Leben bereichert. Jeder Moment ist die nächste Gelegenheit zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.

So grossartig zeigt sich das eigene Leben durch die innere Ordnung.

Der Körper, mein eigener Körper, eine Faszination für sich.

Wer kennt den eigenen Körper nicht mit seiner Müdigkeit, den Schmerzen, dem Unwohlsein, den Wehwehchen, sogar den «Krankheiten» und anderen Herausforderungen wie auch seiner Essensgelüste, seiner Verdauung, seinen Abhängigkeiten und nicht zuletzt mit seinen Kapriolen in der Sexualität?

Dieses hier geschilderte Bild ist natürlich nicht das Bild des Körpers, sondern jenes seiner Blockierungen. Der Fokus in unserer Gesellschaft lenkt sich stark auf diese unangenehmen Aspekte. Der Körper tut nicht, was ich will, er sollte mehr dies oder das machen und wenn er nur meinen Vorstellungen entsprechen würde!, so denken wir. Der Mensch ist damit geneigt, sich den Blockaden zu widmen und nicht dem Körper und seinen Bedürfnissen.  Alle echten Bedürfnisse des Menschen, seien sie mentaler, körperlicher oder auch emotionaler Natur, könnten im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Ist jedoch die Blockade im Vordergrund, wählt der Mensch die Komfortzone, weil er sein Befinden ins vertraute Angenehme verändern möchte. Dem Symptom wird Beachtung geschenkt und nicht der Ursache. Die Ursache hingegen ist im Unterbewussten über die innere Ordnung auffindbar (erfahre im oberen Kapitel mehr über die innere Ordnung).

Was entspricht dem Bild des eigenen Körpers?
Der Körper ist das permanente Abbild der eigenen inneren Ordnung. Daher ist der Körper weder eigenständig noch der Ansprechpartner bei Herausforderungen, sondern einzig und allein die Ver-körperung der inneren Ordnung. Ansprechpartner für alles bezüglich des Körpers ist meine eigene innere Ordnung. Der Körper ist abhängig (eben als Abbild) von der inneren Ordnung. Dadurch ist sie alleine zuständig für den Körper und durch sie wirken Veränderungen nachhaltig.

Wenn mir der Körper etwas zeigt, sagt er mir damit immer eine verschlüsselte Botschaft. Diese brauche ich von der unterbewussten Sprache her zu übersetzen. Bauchweh heisst nie Bauchweh, sondern bedeutet immer eine verschlüsselte Botschaft, welche mit dem Bauchweh zusammenhängt. Das gilt für alle Beschwerden des Körpers. Der Körper zeigt auf, was in der eigenen inneren Ordnung nicht im Gleichgewicht ist und eine Integration braucht. So einfach ist die Sprache des Körpers. Ob Knie-Probleme oder Übergewicht, Durchfall oder Schnupfen – und hier könnte eine lange Liste stehen – es ist immer das Gleiche: Das unangenehme Symptom weist auf etwas hin, das nach einer Übersetzung ruft, um sich dem Unterbewussten zu widmen. Integriert man die entsprechenden Teile, kommt damit die eigene innere Gesundheit zur Entfaltung. 

Der Körper ist nie gegen mich, sondern immer für mich mit den entsprechenden Signalen, welche mir zeigen, dass es eine Gelegenheit gibt, etwas zu ändern. Das ist ein Schritt, den ich selber machen kann, um zu meiner Entfaltung und damit zu meiner natürlichen Gesundheit zu schwenken. Der Körper ist ein grossartiges Wunder, welches mich durch seine Impulse zum Wachstum bewegt. Dadurch komme ich mir und meinem wichtigsten Bedürfnis, dem natürlichen Lernen mit permanenter Veränderung, immer näher. 

Viele Menschen sind es gewohnt, ihren körperlichen Bedürfnissen über das Denken Ausdruck zu geben und aus Denk-Schlüssen heraus zu folgern und zu handeln. Dies alles können nicht wirkliche Bedürfnisse sein. Alle Bedürfnisse, welche sich über den Körper zeigen, sind meistens verschlüsselt und brauchen zuerst übersetzt zu werden. Daraus ist dann ist eine Aufarbeitung möglich.

Was der Mensch über den Körper erfährt und empfindet, wird ihn ohne Interpretation auf direktem Weg in sein Gewohnt- und Vertrautes leiten. Z.B. ich empfinde Hunger. Meine Erfahrung sagt, ich soll jetzt etwas essen. Das Essen wird meistens – mindestens in den entsprechenden Mengen – eine Flucht sein, um ein Bedürfnis des Menschen nicht weiter zu entfalten (z.B. um meine Gefühle nicht echt zu spüren). Kann ich jedoch diese Hunger-Empfindung übersetzen und das wirkliche Bedürfnis hinter dieser Empfindung finden (meine Gefühle echt spüren), dann kann sich etwas verändern und sich entspannen. Der Körper hat mir also ein Bedürfnis aufgezeigt, welches ich nicht direkt interpretiert habe, sondern der Botschaft nachgegangen bin, bis ich sicher war, was mein wirkliches Bedürfnis ist. Aus dieser Handlung entsteht neues Wachstum.

Das ist für unsere Gesellschaft ein ungewohnter Ansatz. Über Jahrhunderte und damit über Generationen haben wir unsere Empfindungen direkt interpretiert, um zu einem „Schein“-Wohlbefinden zu kommen statt zu wachsen. Wachstum ist das Urbedürfnis des Menschen. Genau darin liegt die Sprengkraft der eigenen Bedürfnisse.

Die Vielseitigkeit des Körpers
Der Körper bietet uns noch mehr: Nur über den Körper kann der Mensch spüren und damit seinen Spuren nachgehen. Ohne Körper werden wir nie zu unserem wahren „Ich“ vorstossen. Denn über die Gefühle und Empfindungen nehmen wir am Leben des Körpers teil, um darin Ungereimtheiten aufzulösen und natürlicherweise damit auch den Körper zu verändern.

Wenn wir also über die innere Ordnung (das energetische System des Menschen) Veränderungen vollziehen, wird sich das sofort im Körper z.B. durch anderes Verhalten zeigen. Je mehr Teile über das Unterbewusste integriert sind, umso mehr wird der Körper ganz und kommt seiner natürlichen Selbstheilung näher.

Der Körper selber offeriert uns auch Möglichkeiten, direkt über den Körper Veränderungen zu bewerkstelligen: Er kann mit Bewegungen (z.B. Übungen der Emotionalen Evolution) in einen andern Energiezustand angestossen werden. Mit dem Initiieren dieser energetischen Veränderungen hilft uns der Körper, dass sich das eigene Verhalten verändert.

Mit dem Körper, durch den Körper und im Körper (mit Empfindungen und Gefühlen) kommen wir unserem Wachstum näher. Dabei lernen wir direkte Wege kennen, um uns immer mehr von Alt-Lasten und Blockaden, Zwängen und Abhängigkeiten zu lösen und damit das eigene Leben mehr und mehr über unseren Körper zu zeigen.

Selbsthelungsinstrument Körper
Unser eigener Körper ist wirklich genial. Zeigt sich irgendeine Verletzung beginnt er automatisch von innen her Schicht um Schicht (z.B. Haut) wieder herzustellen. Und das ohne unser Dazutun. Natürlich können wir wesentlich zum Heilungsprozess beitragen, indem wir den darin versteckten Stress der Verletzung auf alle möglichen Arten reduzieren. Damit beschleunigen wir den Heilungsprozess wesentlich. Alle Zellen helfen mit, ständig zu gesunden, indem sie sich stetig verändern. In welche Richtung auch immer, es ist ein Zeichen der Realität der Energie im hier und jetzt. Darum ist wohl das grösste Bedürfnis des Menschen die stete Veränderung seines eigenen Lebens.

Und auch wenn du nicht balancierst, zur Erinnerung ein paar ganz einfache Regeln für das eigene Wachstum:
– Reduziere drastisch dein Tempo, um neue Erfahrungen zu erleben und darin zu lernen.
– Atme bewusst uns spüre deinen Körper, wie er sich anfühlt im Jetzt.
– Was immer du an Entspannungsmöglichkeiten kennst, wende diese im alltäglichen Leben an.
– Und wenn es dir möglich ist zu balancieren, dann nutze die Balancen für dein Wachstum.

Du bist dein Körper!

Unsere unbekannten Botschaften über den Körper: die Gefühle.

Über Jahrhunderte missachtet und unter Kontrolle gehalten, werden heute die Gefühle immer mehr salonfähig. In der Emotionalen Evolution spielen die Gefühle sowohl im Verständnis des Menschen als auch in seiner Verbindung zur eigenen Natur eine zentrale Rolle und in erster Linie in Bezug zu seiner eigenen Gesundheit. 

Was sind die Gefühle?
Die Gefühle sind die Sprache des Unterbewussten, der inneren Ordnung, welche sich bei jedem Menschen über den Körper zeigen und die entsprechenden Mitteilungen hinterlassen. Ob angenehme Gefühle von verliebt sein bin hin zu Wohlbefinden oder unangenehme Gefühle von Schmerzen über Wut und Trauer oder körperliche Gefühle wie Hunger, Müdigkeit, Durst oder andere Bedürfnisse. All diese Meldungen vom Körper haben es in sich. Sie motivieren den Menschen dazu, sich um etwas Spezielles zu kümmern und sich wieder in den Energiefluss zu bringen, um mit der Natur zu wachsen. 

Zum Verständnis der Gefühle ist eines am wichtigsten: Alle Meldungen der Gefühle über den Körper brauchen zuerst übersetzt zu werden, damit wir die Sprache der Gefühle mit unserem Verständnis wirklich bedürfnisgerecht verstehen. Der Muskeltest ist der deutliche Weg, den Botschaften auf den Grund zu gehen.

Wie zeigen sich die Gefühle
Die Gefühle zeigen sich auf die verschiedensten Weisen.

Die erste Unterscheidung: 
unangenehme oder angenehme Gefühle

Die zweite Unterscheidung: 
Körperliche Gefühle wie Schmerzen jeglicher Art von spitzig, dumpf, pulsierend, momentan, chronisch, an- oder abschwellend und viele andere Möglichkeiten. In den körperlichen Gefühlen sind natürlich auch angenehme oder wohltuende Impulse vertreten. Zu den körperlichen Gefühlen gehören auch all unsere Wiederholungen im Leben, alle Repetitionen und vor allem das Funktionieren auf ganz verschiedenen Ebenen. Sobald der Mensch realisiert, dass er Wiederholungen automatisch macht und sein Funktionieren ausführt, ohne dies im Bewusstsein zu haben, dann ist es wichtig, genau diese Handlungen in sein Bewusstsein zu nehmen und daraus etwas Neues zu entwickeln.

Die emotionalen Gefühle spielen in der Aufarbeitung verschiedenster Bereiche eine zentrale Rolle. Es sind sowohl die Überlebensgefühle (unangenehm) wie auch die Gefühle der Freude, des Glücks, der Lust und der Erfüllung. Hierher gehören auch die Gefühle in der Sexualität, welche in der Ekstase kumulieren.

Zu den mentalen Gefühlen zählen alle Gefühle, welche dem eigenen Selbstwert abkömmlich oder zuträglich sind. Dazu gehören auch Zugehörigkeits-Gefühle sowie Gefühle, welche wir dem Liebes- und Lustbereich zuordnen. Selbst Gedankenblitze oder bohrende Gedanken gehören zu den Gefühlen im mentalen Bereich.

Alle Gefühle sind Meldungen des Unterbewussten an den Menschen, um eine Veränderung im Verhalten zu erwirken.  

Jedes Gefühl der obigen Aufzählung birgt eine Botschaft in sich, um den Menschen in Richtung Natur weiterzubewegen um damit seiner eigenen Bestimmung näher zu kommen. 
Das Wichtigste bezüglich der eigenen Gefühle ist nichts anderes, als die Übersetzung dieser Meldungen in die Sprache der wirklichen eigenen Bedürfnisse. Erst damit kommt die Botschaft, welche in der Meldung steckt, zum Vorschein. Jetzt kann der Mensch diesen Informationen nachgehen und damit neue Experimente in seinem Leben machen. Jetzt lernt der Mensch die Sprache des Unterbewussten kennen und folgt damit seiner eigenen Bestimmung. Jetzt kann sich der Mensch zu seinem Wohlbefinden entfalten. Damit kann er seine Sprache des Unterbewussten erlernen, nutzen und mit Erfahrungen bestücken und erweitern.

Ein Beispiel:
Müdigkeit ist ein weit verbreitetes Gefühl, das den Menschen eigentlich darauf aufmerksam macht, jetzt einen Wachstumsschritt zu tun. Das Wegtreten oder Einschlafen zeigt deutlich, dass der Mensch an einer Schwelle für einen Wachstumsschritt steht. Sich der Müdigkeit hingeben ist einfach und gesellschaftskonform. Damit lässt sich der Mensch von der Müdigkeit leiten und ist in der Komfortzone seines Lebens angelangt. Kann der Mensch dieses Signal des Körpers nutzen, um das entsprechende Bedürfnis ins Wachstum zu begleiten, dann gelingt ihm ein Schritt in die Entwicklung und Entfaltung. Die Müdigkeit wird sich in der Erfahrung sofort verändern. Findet der Mensch den wahren Grund der Müdigkeit, wird die Müdigkeit verschwinden.

Der Mensch ist ein grossartiges und individuelles Wesen. Seine Gefühle sind die Sprache seines Wachstums oder, wenn er nicht darauf eingeht, seiner Komfortzone, welche jegliches Wachstum verhindert. Der Mensch sagt sehr oft, dass er ein „Gewohnheits-Tier“ ist. Dieser Ausdruck verrät, dass er sich in seinem Vertrauten bewegt und dies als Mensch-Sein empfindet und versteht.

Der Mensch ist jedoch ein stetes Wachstums-Wesen, welches alle Impulse der Gefühle etc. nutzen kann, um sein eigenes Potenzial zu fördern und damit neue Potenziale seines Lebens zu öffnen. Das Wachstum steht damit jedem Menschen jederzeit für neue Dimensionen offen.

Zu guter Letzt:
Wer sich mit seinen Gefühlen mehr und mehr in Einklang bringt, wird merken, dass die Menschheit eine einzige, für alle verständliche Sprache hat und das ist die Sprache der Gefühle über das Unterbewusste. Auf der ganzen Welt spricht sich diese Gefühls-Sprache überall gleich. Sie verbindet uns und macht uns als Menschen stärker. Es braucht nur ein paar Begriffe und wir können mit Menschen anderer Sprachen balancieren und einander näherkommen. Was für ein Glück!

Ja, die Gefühlssprache ist die Sprache, welche uns verbindet. Und es ist auch die Sprache, welche Gräben überbrückt und Konflikte löst. Willkommen in dieser Bewegung.


Zusätzliche Informationen über die Gefühle findest du unter „Evolutionäres“.

Die Gefühlssprache des Unterbewussten ist universal.

Die Bedürfnisse des alltäglichen Lebens

Die Bedürfnisse des Alltages sind dem mentalen, körperlichen und emotionalen Bereich entnommen. Jedes Themenpaket hat in der Emotionalen Evolution eine eigene Bedeutung.

Drei Bedürfnisse des Menschen ziehen am gleichen Strick in Richtung Veränderung: Leben ist auf der Ebene der Zellen bereits eine stete Veränderung. Bewegung hat immer einen neuen Anteil und weist auch auf die Veränderung hin, denn mit Bewegung wird Veränderung möglich. Und das Wort Freude ist ein Hinweis, dass sich etwas verändert.

Veränderung, ein Thema, das dem Verhalten des Menschen in seinem Ursprung entgegenkommt. Veränderung bedingt, dass ich mit dem Spüren dabei bin und somit eine Verbindung über das Spüren habe. Spüren, der stete Begleiter jeder Veränderung und damit auch jeden Lebens, jeder Bewegung und auch jeder Freude.

Des Menschen Bedürfnisse sind das EIN und ALLES für seine eigene Entwicklung und Entfaltung. An der Bewegung all seiner Bedürfnisse in Richtung Stressabbau wird sich sein Leben zeigen. Die drei Bedürfnisse «Leben, Bewegung und Freude» kommen einer Basis aller Bedürfnisse gleich:

Mein Leben: Ich gehöre zur Menschheitsfamilie. Ich habe die gleiche Basis und auch die gleiche Voraussetzung für das Leben wie jeder andere Mensch. Ich habe alles in mir, um mein eigenes wirkliches Leben zu entfalten und damit am Leben teilzunehmen. Mein Leben ist ein Ausdruck meiner inneren Ordnung. Alles lebt, alles bewegt sich und alles verändert sich permanent. Dort, wo ich festhalte, zeigt mir das Leben meist auf unangenehme Art, dass ich wieder zurück in mein Wachstum kommen kann. Alles Leben ist Teil der Vollkommenheit dieser Natur. Auch wir Menschen sind Teil dieser Vollkommenheit. Diese Vollkommenheit spiegelt sich im Potenzial der eigenen stetigen Veränderung.

Meine Bewegung: Alles bewegt sich, was zur Natur gehört, auch der Mensch. Nehmen wir den Atem als Beispiel. Er kommt und geht, bewegt sich ständig. Ohne diese Bewegung leben wir nicht lange. Es ist ein steter Prozess. Das gleiche gilt für das Blut. Es bewegt sich, angetrieben vom Herzen, durch den Körper. Ohne diese Bewegung wird nichts mehr versorgt und nichts mehr zum Leben und zum Austausch animiert. Ähnliches gilt für unsere Muskulatur. Auch diese will sich immer wieder bewegen. Und nicht zuletzt auch unsere Verdauung. Was alles während dem Verdauungsprozess an Bewegung geschieht, bis die letzten Überreste den Körper verlassen, ist eine grosse Anzahl von Bewegungen, welche auch einen Teil unseres Selbst sind. Bewegungen äusserlich wie auch innerlich sind unser Lebenszeichen. Daran erkennen wir unser Leben und unsere Entfaltung. Der Körper zeigt sich über all diese Bewegungen und noch viel stärker zeigt sich die Energie, welche in der Bewegung ist und mit den körperlichen Bewegungen einher geht. Darum können wir mit körperlichen Bewegungen die eigene Energie in die Bewegung bringen (siehe auch in der Broschüre Bewegungen).

Meine Freude: Um nochmals bei der Bewegung anzusetzen: Ist es nicht eine Freude, all diese Bewegungen in uns zu haben? Damit wird auch die Verbindung der Freude mit der Bewegung und damit mit der permanenten Veränderung verständlicher. Ja, die Freude ist ein elementares Bedürfnis unserer emotionalen Welt im Menschen. Mit der Freude als allgegenwärtige Bewegung und Veränderung erscheint eine Motivation für den Menschen, sich seinen Bewegungen und seinem Leben zu öffnen, damit jeder Tag und jede Nacht eine Freude wird. Meine Offenheit für mein Leben und meine Bewegungen wie auch die Veränderungen machen diese Freudenzeiten möglich.

All diese Bewegungen im Menschen kommen dann in Erscheinung, wenn wir eine Verbindung zum Körper durch unser Spüren haben. Spüren ist die Voraussetzung, um in Bewegung zu kommen. Wenn ich realisiere, dass mein Bein «eingeschlafen» ist, dann werde ich mich in Bewegung setzen, um die Position des Beins so zu verändern, dass es aus dem Schlaf erwacht. Wenn ich beim Schlafen erwache und realisiere, dass ich unbequem liege, werde ich eine Position suchen, um mich bequemer zu lagern, damit ich wieder einschlafen kann. Das Spüren ist mit jeder Veränderung verbunden. Genau dieses Spüren ist eine grundlegende Tätigkeit des Menschen für seine Veränderungen. Habe ich keinen Zugang zum Spüren, werde ich wenig motiviert sein, mich in Bewegung zu begeben.

Was heisst Spüren?
Das Spüren, den Spuren nachgehen, ist permanent darauf angewiesen, den Fähigkeiten der Spur oder den Spuren nachzugehen. Das Wissen fehlt dabei gänzlich. Die Spuren sind vielfältig. Je mehr Spuren ich erkennen kann, umso sicherer und klarer kann ich diese Spuren interpretieren und ihnen folgen. Den Spuren nachfolgen braucht eine Offenheit ohne Zielstrebigkeit. Genau diese Offenheit macht es möglich, noch mehr Spuren zu entdecken und damit mehr Sicherheit für seine eigene Spurensuche zu empfinden.

Spüren hängt mit jeder Veränderung und damit mit dem Leben und seinen Bewegungen zusammen. Das Resultat daraus ist, in die eigene Freude zu gelangen, denn Freude ist wiederum die Veränderung, welche geschieht, wenn ich meinen eigenen Spuren nachgehe und sie erkunde.

Mit dem Spüren des Lebens und der Bewegung komme ich automatisch in die Freude.

Das Leben in jeder Faser spüren
Wer schon einmal auf Wanderungen oder Wandertagen mit der Emotionalen Evolution dabei war, der kennt als letzten Schritt der Integrationsform der Balancen das «Spüren, das was jetzt ist und was ich in mir drin spüre». Das ist eines der Übungsfelder, um sich mit dem Spüren in sich selbst zu konfrontieren. So elementar das Spüren von sich selber und seinem Körper ist, so elementar ist auch die Freude als Spur der Gefühle, die Bewegung als Spur des Körpers und das eigene Leben als Spur meiner eigenen inneren Ordnung.

Wann immer du Zeit und Musse hast, spüre einfach. Gehe deinen Spuren im Körper und in deinen Gefühlen nach, um dich selber zu entdecken und zu entfalten. So kommst du zu deiner eigenen Wahrheit.

DIE MENTALE EBENE: JETZT
Das Jetzt ist mein einziger Moment, der zählt. Er ist ein Aspekt meiner inneren Ordnung. Im Jetzt kommt meine Basis als Mensch zur Entfaltung. Wenn nicht jetzt, dann nie! Dieser Moment kommt nicht wieder. Es kommen andere, aber dieser Moment im Jetzt und diese Gelegenheit gilt nur jetzt.

Meine Werkzeuge für das Jetzt sind meine eigenen Gefühle. Diese geben mir viele Informationen, welche mir eine Auswahl für mein Wachstum bieten. Ich brauche diese Botschaften, um das Jetzt für mich zu gewinnen und um daraus eine neue Voraussetzung für alle weiteren Jetzt zu kreieren. Es ist wie im Frühling, nicht eine Blüte, sondern eine fast unendliche Zahl. So ist es im Jetzt. Alles ist möglich zu verändern, ich entscheide mich für etwas. Es spricht alles dafür, diesen Moment Jetzt für mich und meine Entwicklung zu nutzen. Damit wachse ich mit meinen eigenen Bedürfnissen.

DIE KÖRPERLICHE EBENE: BERÜHRUNG
Berührung führt in unserem Sprachgebrauch in erster Linie zu einem körperlichen Bezug. Körperliche Berührung löst eine ganze Reihe von Gefühlen aus, welche nur jetzt stattfinden können. Jede körperliche Berührung ist ein Beitrag für die Sensibilisierung der eigenen Empfindungen. Ob unangenehm oder angenehm, es ist ein direkter Kontakt, der mich mit meinen Erfahrungen und damit mit meiner Geschichte und der meiner Vorfahren konfrontiert. Er öffnet damit ein grosses Spektrum von Möglichkeiten, um mein Jetzt zu verändern und dadurch meine Berührung mehr zu integrieren. Berührungen finden auch auf der mentalen Ebene und selbstverständlich auch auf der emotionalen Ebene über meine Gefühle statt. Diese beiden Ebenen sind nicht so direkt spürbar, wie über die körperliche Ebene. Es kann mich jedoch ganz vieles mental oder emotional berühren und mich damit auch in sehr bewegende körperliche Momente hineinmanövrieren. 

Berührungen zeigen sich über den Körper durch die Gefühlssprache des Unterbewussten. Diese Berührungen verändern etwas in mir, ob ich will oder nicht. Vielleicht blockiert, vielleicht spürbar, auf jeden Fall aber eine Wahrheit, die ist und die daraus Folgen kreiert.

DIE EMOTIONALE EBENE: GLÜCK
Was für ein Glück! Was löst dieser Satz in dir aus?
Das Glück ist der Ausdruck eines Gefühls. Die Information dieses Wortes in der unterbewussten Sprache hat jedoch eine andere Bedeutung als in der bewussten Sprache. Glück gibt dem Gefühl, das gerade jetzt ist, einen Ausdruck. Damit ist es in keiner Weise mit einer Wertung verknüpft, was es in der bewussten Sprache jedoch offensichtlich über einen positiven Bezug ist. Ob bewusst oder nicht, jeder Mensch hat permanent Gefühle und diese, welche gerade jetzt sind und es gibt nur diese, werden dem Glück zugeordnet. So erhält jeder Mensch permanent eine ganze Reihe von Informationen zu dem, was gerade ist und das allein ist das Glück. 

Dieses Glück steht für meine Entwicklung und Entfaltung offen. Daher bewegen wir uns permanent im Glück, weil wir in dem sind, was ist. Die Frage dazu ist: Bin ich bereit, den Moment jetzt wertfrei zu nehmen und mich damit zu entfalten?


WAHRNEHMEN
Es gehören das Glück als Wahrheit des Jetzt, die Berührung, weil nur jetzt Berührung geschehen kann und das Jetzt selber eng zueinander. In diesen drei Begriffen ist die Wahrheit meiner selbst angezeigt. Das Jetzt ist die Wahrheit meiner Basis, meiner Grundlage. Hier findet das Leben statt. Über die Berührung sind wir alle in das Jetzt involviert und daran beteiligt. Das alles ist die Wahrheit dessen, was jetzt ist, das Glück. Gerade in dieser Wahrheit liegt die Chance für mein Wachstum, denn in jedem unmittelbaren Augenblick kann ich etwas verändern und mich weiterentwickeln.

Ich bin nicht nur verbunden mit meinem Leben, vielmehr noch, ich bin verbunden mit allen Menschen und allem Leben. Ohne diese Verbindungen gibt es kein Ich. Im Jetzt erst kommt das Ich zum Tragen, denn nur in diesem Moment, im Jetzt, ist es mir möglich, mich zu verändern, meine Herausforderungen von Stress zu befreien und damit neue Energien freizusetzen. Das Leben macht automatisch nach jedem Stressabbau die nächsten Wachstumsschritte möglich. Ich bin ein Energiewesen und werde sofort jede Veränderung auf natürliche Weise automatisch nach aussen ausstrahlen. Es geschieht einfach, ohne mein bewusstes Zutun. Im Jetzt mit meinem Leben bin ich fähig, Veränderung in diese Welt zu bringen. Es kommt auf mich selber an. Was für eine Kraft, die in meinem Ich hier im Jetzt lebendig ist! 
Ich – nicht du. Ich – nicht die anderen. Nein: ich. Ich bin entscheidend, jetzt in diesem Moment.

Realisiere ich in meinem Alltag und in meinem Leben, dass ich bei Situationen eine gewisse Distanz zum Geschehen suche? Schätze ich ab, wie weit entfernt (Beobachter) oder wie nahe ich an das Geschehen hingehe oder mich hinwage, um dran zu sein? Warte ich, bis andere gesprochen haben, bis ich etwas sage oder lasse ich andere vor, bis ich in die Aktion komme? Mache ich gar einen Bogen um etwas herum, damit ich mit der entsprechenden Sache möglichst nichts zu tun habe? 

Das alles sind Situationen, die mir zeigen, wie mein Verhältnis zu meiner Nähe ist. Noch deutlicher wird es in persönlichen Beziehungen. Dies betrifft nicht nur die körperliche Nähe, es kommt ebenso die emotionale Nähe ins Spiel. Welche Mechanismen kenne ich gerade hier, um Distanz zu markieren oder Nähe aktiv zu gestalten? Nähe ist immer verbunden mit mir selber, meinem Ich. Mir nahe sein heisst, in einen Prozess der Gefühle zu tauchen, weil die Nähe permanent Gefühle produziert. Dieser Prozess findet ohne unser Zutun statt. Er wirkt auf der unterbewussten Ebene. Du kannst es erkennen, wenn du mit jemandem eine Zeit lang nahe bist. Die Gefühle werden sich in dieser Zeit immer wieder verändern. Und oft kommt der Moment, wo diese Gefühle zu dicht werden. Dann sucht der Mensch wieder Distanz. Oder er nutzt die Chance und baut den entsprechenden Stress ab, um sich darin weiterzuentwickeln.

Lust auf einen Kaffee oder etwas Süsses? Was heisst das? Ich möchte die Gefühle spüren, die der Kaffee oder etwas Süsses in mir erzeugen. Ich möchte diesen Gefühlen nahe sein. Die Nähe zu meinen Gefühlen, das ist die Lust. In unserem Verhalten führt die Lust sehr oft in eine Ersatzhandlung, um sich ein bestimmtes Gefühl wieder in Erinnerung zu rufen. Das geschieht auf der Empfindungsebene. Die wirkliche Gefühlsebene liegt tiefer in unserem Unterbewussten. Diese beiden Teile unterscheiden sich wesentlich. Die Empfindungen führen uns in die Komfortzone, z.B. in den Konsum. Die wirklichen Gefühle jedoch führen den Menschen ins Wachstum.
Immer geht es darum, den eigenen Gefühlen nahe zu sein und in diesen Gefühlen zu baden.

Diese drei Bedürfnisse des Menschen sind verbunden über das eigene Vertrauen. Das Vertrauen in mein Ich ist die Grundlage meiner Handlungen. Erst die Nähe zu mir schafft Vertrauen. Wenn ich mich in meiner Nähe entwickle, kann ich vertrauensvoll vorwärtsgehen. Aus dem Ich und der Nähe kristallisiert sich die Lust als Gefühl, das in mir einen Boden schafft. Darin kann Vertrauen entstehen. Vertrauen in mich, in mein Eigenes, in mich als einzigartiges Wesen. Ich komme mir näher, auch in meinen Gefühlen. Ich spüre klarer, welches meine nächsten Schritte sind. Und mit jedem Schritt wächst meine Selbstliebe. 

Wer seinen Spuren nachgehen kann, um seine eigene Wahrheit zu finden, wird in diese Wahrheit Vertrauen haben. Vertrauen kann nicht losgelöst sein vom Spüren und vom Wahrnehmen, denn es ist vielmehr eine Fortsetzung dieser beiden vorangegangenen Aktivitäten des Menschen. Genau gleich verhält es sich mit dem eigenen Ich. Das Ich ist ein Resultat vom Leben und dem Jetzt. Das ergibt mein Ich. Wer sich in der Veränderung bewegt und in der Berührung zu Hause ist, wird sich in seiner eigenen Nähe zu sich selber wohl fühlen. Und wer sich in dem, was jetzt ist, verändern kann, wird in seiner eigenen Lust aufgehen. Nichts ist separiert, alles gehört zusammen.

Vertrauen ist das Gegenteil von Kontrolle. Die Kontrolle verhindert das eigene Wachstum, da ich dann mit Messen, Werten, Einordnen und Analysieren beschäftigt bin. Ohne Kontrolle ist es für mich möglich, die eigenen Reflexe zu erkennen und in die Balance zu bringen. Meiner eigenen Wahrheit vertrauen zeigt in Richtung Lösung und ist offen für Entfaltung.

Wenn mein Ich meine Basis ist, dann bin ich mir nicht nur körperlich nahe, sondern auch all meinen Gefühlen, dann ist Lebenslust da. Mein eigenes Leben steht in meinem Zentrum, so dass ich mir näher und näher komme, damit meine Gefühlssprache meine wirkliche Sprache ist. Daraus zeigt sich meine eigene Lust am Leben. Genau darin kann sich Vertrauen entfalten.

Text folgt im Juli 2026

Text folgt im August 2026

In der Gefühlssprache des Unterbewussten gibt es nur Gewinn.

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